Geysire El Tatio -drittgrößtes Geysirfeld der Welt

Der Besuch der Geysire El Tatio ist ein Abenteuer mit Nervenkitzel. Die Fahrt beginnt um 5:00 Uhr Morgens mit einem Kleinbus. Wir fahren durch die stockdunkle Wüste bergauf. Die Straßen sind hier eher Schotterpisten und es rumpelt ganz schön. Selbst im Auto ist es spürbar, wie es kälter und die Luft dünner wird. Wir fahren von 2.500 Meter auf 4.321 Meter Höhe. So hoch liegt das Tal der Geysire von El Tatio, ein heiliger Ort für heimische indigene Völker. Die umliegenden Gipfel erreichen eine Höhe von 5.000 Meter. Es handelt sich um das größte Geysirfeld der Südhalbkugel und nach dem Yellowstone-Nationalpark (Nord-Amerika) und Dolina Geiserow (Russland) ist es das drittgrößte der Welt. Von 110 eruptierenden Quellen wurden mehr als 80 als echte Geysire identifiziert, davon sind über 30 andauernd aktiv. Hier befinden sich circa 8% der Geysire der Welt. Die Wassertemperatur liegt bei 86 °C.

Der Nervenkitzel liegt nicht etwa in der abenteuerlichen Fahrt dort hin, die ca. 2 Stunden dauert. Vielmehr erfahren wir am Zielort, dass es sich hier um ein sehr instabiles Gelände handelt. Die Geysire sind Zeichen eines höchst aktiven Vulkans und wir laufen auf einer teilweise sehr dünnen Decke (10 cm) herum. Unter uns befindet sich flüssige Lava. Die Wegmarkierung der Geysire darf man nicht überschreiten, da man sonst an ihrem Rand einbrechen kann. Ein Bad in einem solchen Geysir ist tödlich. Am „Killer“ Geysir sind bereits mehrere Menschen zu Tode gekommen, weil sie am Rand eingebrochen sind.

Hier oben macht uns nicht nur die Höhe und der knappe Sauerstoff, sondern auch die knackige Kälte zu schaffen. Bevor die Sonne in das Tal kommt herrschen hier minus 9 Grad Celsius. Wir haben uns dick angezogen, aber die eisige Kälte hieroben lässt unsere Körper und Hände frieren. Nach dem spektakulären Sonnenaufgang hat der Guide ein Frühstück für uns hergerichtet mit heißem Kaffee oder Tee aus Mateblättern. Lutz ist dann noch so mutig und geht in eine der heißen Quellen baden, bei Außentemperaturen unter Null. Das Abtrocknen und Anziehen auf den kalten Steinen geht nur mit Bibbern. Auch die Umkleiden sind nicht beheizt.

Wir bestaunten die vielen Geysire, die entweder Wasserdampf speien oder brodelndes Wasser zu Tage bringen. Durch die frostigen Temperaturen ist die aufsteigende warme Luft der Geysire besonders gut zu sehen.

Die Rückfahrt erfolgt bei Tageslicht. Und nun sehen wir die fantastischen Landschaften, durch die wir in völliger Dunkelheit am Morgen gefahren sind. Auf den Bildern sieht man den Frühnebel und unsere kleine Reisegruppe.

Auf dem Rückweg entdeckten wir Tiere, die hier oben ihren Lebensraum haben.

Natürlich gibt es noch viel mehr Tiere hier, die wir nicht gesehen haben. Dazu zählen auch Pumas, die uns wahrscheinlich gesehen haben, aber wir sie nicht.

Das Dorf Machuca

Das Indiodorf Machuca liegt auf der Rückfahrt von den Geysiren auf ca. 3.800 Meter Höhe. Es gilt als historischer Rückzugsort für die Atacamenos. Hier wohnen derzeit etwa 5 Einwohner. Hier befindet sich eine der ältesten Kirchen Chiles.


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Veröffentlicht von locceen

Digital Life Consultant

2 Kommentare zu „Geysire El Tatio -drittgrößtes Geysirfeld der Welt

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