Ushuaia am „Ende der Welt“

Unspäktakuläres Ende unserer Expedition.

Hier ist sie nun-Ushuaia: die Hauptstadt des argentinischen Teils von Feuerland, an der Südspitze Südamerikas. Die an einem Berghang direkt am Beaglekanal liegende Stadt mit etwa 57.000 Einwohnern vermarktet sich erfolgreich als „Ende der Welt“ und ist einer der besten Ausgangspunkte für eine Reise in die Antarktis. Bei unserer Ankunft regnete es fürchterlich, wie an keinem der Tage zuvor. Das Wetter soll hier immer so sein. 8.30 Uhr mußten wir von Bord, da wir abgeholt wurden. Unsere Koffer hatte man früh bereits nach unten gebracht. Andere Gäste stiegen einfach nur auf ein anderes Schiff um und fuhren weiter in die Antarktis. Hätten wir lieber gemacht. Bei uns ging es weiter nach Buenos Aires, unser letzter Stop in Südamerika.

Wir fuhren gleich mit dem ganzen Gepäck zum Flughafen. Ein Fehler. Denn wir mußten über 3 Stunden bis zum Check-In in dem muckeligen Flughafen warten, bis wir unseren Koffer los wurden.

Danach ging es mit dem Taxi zurück in die Stadt. Leider bekamen an keinem Geldautomaten per Kredit- oder EC Karte Bargeld. Den Grund konnte uns keiner in den Banken sagen. Das Taxi hatten wir über Kredtkarte bezahlt. Es regnete immer noch. Die untere Stadt bestand nur aus Geschäften, Imbissläden und Touri-Restaurants. Die Strassen waren teilweise steil und in miserablen Zustand, man mußte aufpassen, wo man läuft, um nicht zu stürzen. Wir besorgten uns über unser Bargeld erstmal Karten (4 Dollar ) für das Smartphone, um WIFI in Argentinien zu haben, allein wegen des Translaters. In einer Bäckerei aßen wir eine Kleinigkeit und bezahlten mit unserer Kredtkarte – man beachte in einer Bäckerei! Für ein Restaurant war nicht mehr genug Zeit. Die hatten wir sinnloserweise an den zahllosen Geldautomaten verbracht. Nun mußten wir zurück zum Flughafen. Die ersten 6 Taxen, gepflegte Autos, wollten nur Cash. Ein kleines, älteres, innen und außen sehr schmutziges, kleines Auto nahm uns mit, der Fahrer hieß Raoul und war ein Fußballfan von Deutschland, hej. Sein Cashgerät bewahrte er liebevoll in einem Leinensäckchen im Handschuhfach auf.

Was uns auffiel, alle Fahrer, die uns fuhren, waren sehr freundlich, nannten ihren Namen und wollten auch unsere Namen wissen. Jeder hatte uns was zu erzählen, was wir nicht immer verstanden. Ich nahm dann den Translater zur Hilfe und erzählte in spanisch von uns und unserer Reise. Und sie freuten sich darüber, sowohl in Chile wie in Argentinien. Sie waren alle schon da gewesen, wo wir zuletzt waren. Ein paar Fahrer waren sogar in Deutschland, von dem Land waren sie begeistert.


Vorheriger Artikel – Wulaia Bucht | Nächster Artikel – Kap Hoorn


Ein Kommentar zu “Ushuaia am „Ende der Welt“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle deine Website mit WordPress.com
Jetzt starten
%d Bloggern gefällt das: