Das Expeditonsschiff Australis

Das Expeditionsschiff Ventus Australis wurde speziell für den Einsatz in Patagonien gebaut. Auf dem Schiff finden 200 Passagiere Platz. Die Crew besteht aus 64 Leuten inklusive den Wissenschaftlern. Auf dem Schiff gibt es weder Internet noch Fernsehen, man kann sich also ganz auf die Natur konzentrieren.

Unsere Kabine auf Deck 2 war einfach, aber sehr geräumig und hatte ein bodentiefes Panorama-Fenster. Während unserer Fahrt sind wir gerade mal einem anderen Schiff begegnet. Dafür sahen wir Wale, Delfine, Magellan-Pinguine, Komorane und andere Seevögel.

Orka taucht vor dem Schiff ab.

Auf unserer Expedition waren 80 Passagiere aus über 20 Ländern an Bord. Auch die 64 Personen starke Crew bestand aus vielen interessanten Menschen unterschiedlichster Herkunft. Alle schienen mehrfache Jobs auf dem Schiff zu besetzen. Unsere Guides waren junge, mehrsprachige WissenschaftlerInnen. An jedem Abend hielten einer oder zwei von ihnen Vorträge, über all das, was wir auf unserer Reise entdecken sollten. Und es gab im Anschluss sehr schöne Filmbeiträge. Langeweile hatten wir nie.

Gleich am ersten Abend gab es einen Pflichtvortrag für alle Passagiere, wie der sichere und zügige Ein- ud Ausstieg, auch bei Wellengang , in die Zodiac Schlauchboote zu erfolgen hat. Der “ Cha- Cha- Schritt“ war leicht zu merken. Auch das richtige Anlegen der Schwimmweste und andere wichtige Verhaltensregeln zur Sicherheit wurde uns gelehrt.

Unsere Route

Auf den Karten kann man die Lage und Route unserer Expedition erkennen. Es ist fast das Ende der Welt, wie es häufig bezeichnet wird.

Wir nutzten die Gelegenheit, die Brücke und den Maschinenraum zu besuchen. Im lockeren Gespräch mit dem Kapitän konnten wir einen Eindruck des Alltags auf der Kommandobrücke bekommen. Hier liegt auch die Seekarte, die vom Kapitän per Hand bearbeitet wird, um die sicherste Route nach Kap Hoorn festzulegen, unter Berechnung aller Wettereinflüsse. Diese Karte wurde am Ende der Reise versteigert.

Auf unserem Deck 2 konnte man die Taucherausrüstung der Wissenschaftler bewundern. Stabile Zodiac-Schlauchboote wurden für jede Exkursion zu Wasser gelassen. In der Schiffsbar Deck 5 war immer meistens Treffpunkt, natürlich mit Schwimmweste, hier erhielten wir vor jedem Landgang die letzten Instruktionen. Danach ging es in kleinen Gruppen wieder 3 Stockwerke auf einer schmalen Eisentreppe runter zu den ins Wasser gelassenen Schlauchbooten. Diese werden nach jeden Landgang immer wieder über einen Kran an Bord geholt. Pro Tag gab es 1-2 Expeditionen, wenn das Wetter mitspielte. Vor dem Einstieg und nach dem Landgang mussten alle Leute durch die Schuhdesinfektion. Bei Rückkehr an Bord wurden die Schuhsohlen zusätzlich mit dem Wasserschlauch gereinigt. Der Schutz der Natur ist allerhöchstes Anliegen für jeden Teilnehmer dieser Expedition.

Die kleinen Schildchen an den Schwimmwesten mußten vor dem Ausschiffen an ein Holzbord gehängt und auf dem Rückweg wieder an der Schwimmweste befestigt werden. So wurde sicher gestellt, dass alle wieder an Bord sind. Die Exkursionen waren sehr gut und sicher organisiert. Die Crew sorgte für einen reibungslosen und perfekten Ablauf. Wir fanden die Bootsfahrer cool, den Steuerknüppel zwischen den Beinen, das Gesicht mit dunklen Wollmasken vor Eiswasser geschützt, lavierten sie uns geschickt durch die unruhige See. Ab und an schwappte auch mal eine Welle oder Spritzwasser ins Boot. Wer am Heck- oder am Bug saß, bekam das hautnah zu spüren. Aber mit der richtigen Kleidung( Liste gibts bei Buchung) hält man das aus. Zum Festhalten hatte man hinter sich am Boot ein umlaufendes festes Seil. Für die Kamera nutzen wir einen gelben Wasserschutzbeutel. Es war für uns immer wieder ein tolles Gefühl, in diesem leichten Speedboot, neue Gegenden zu entdecken, wo man anders nie hinkäme.


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Veröffentlicht von locceen

Digital Life Consultant

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